22.02.2010

Ivica Kostelić (CRO), Bode Miller (USA), Silvan Zurbriggen (SUI)

Ivica Kostelić (CRO)

Ivica Kostelić (CRO)

Racing: Kostelić jubelt über Olympisches Silber

Sein Ziel war eine Medaille. Die ist nach dem heutigen Tag Teil seiner Trophäensammlung. Ivica Kostelić (CRO) gewann bei der Olympischen Superkombination in Whistler Mountain (CAN) Silber. Für ihn und seinen Ausrüster Fischer ist es die erste alpine Medaille bei diesen Spielen. Seine Freude kennt keine Grenzen: „Es ist großartig, einfach unglaublich! Da ich noch keine Kinder habe, kann ich sagen es ist das Größte für mich!“

 

Großer Druck als Favorit

 

Die Favoritenrolle hatte Kostelić im Vorfeld doch ziemlich stark unter Druck gesetzt: „In ein Rennen zu gehen in dem man als Medaillentipp gehandelt wird, ist viel schwieriger, als wenn man nur Außenseiter ist“. Kein Wunder, dass er vor dem Rennen nervös war.
Den Weg zum Erfolg geebnet hatte er sich bereits auf der technisch anspruchsvollen Abfahrt. Dort verlor er auf den Halbzeitführenden Svindal (NOR) nur 1,05 Sekunden und sicherte sich eine gute Ausgangsposition für den Slalom. „Als ich dann im Slalom über die Ziellinie fuhr, war ich nicht sicher, ob es für eine Medaille reichen würde. Es waren keine 100 Prozent, die ich gegeben hab. Es passiert einfach viel zu schnell, dass man Fehler macht. In dem Moment jedoch, als Silvan Zurbriggen (SUI) mit sieben Hundertstel Rückstand hinter mir ins Ziel kam, erlitt ich beinahe einen Herzinfarkt. Ich wusste: das ist es, ich hab eine Medaille!“

 

Familie für den Erfolg

 

Auch Vater Kostelić war sichtlich gerührt. „Ich habe meinen Vater noch nie so glücklich gesehen“, freute sich der Silbermedaillengewinner über die Anteilnahme der Familie. Letzten Endes war jener es, der ein bisschen mitgeholfen hat, seinen Sprössling aufs Podest zu bringen. Denn der von ihm gesetzte Slalom war doch etwas schwieriger, als die sonst üblichen Kombi-Slaloms. „Aber mit einem zu einfachen Lauf wäre hier für die Techniker überhaupt keine Chance geblieben. Natürlich haben wir solche Torkombinationen des Öfteren trainiert. Aber immerhin war ja die Leistung in der Abfahrt bereits der Grundstein für meinen Erfolg“, meinte Kostelić kritisch.



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